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Tausend Stimmen singen Gott den Lobpreis

Tausend Stimmen singen Gott den Lobpreis

„Alte Steine - junge Stimmen" so schallte es tausendfach durch den Regensburger Dom. Unter diesem Motto trafen sich am 10. Oktober 2026 Sängerinnen und Sänger aus Kinder-, Jugend- und Schulchören des gesamten Bistums Regensburg. Eingeladen hatte der Verband Pueri Cantores und die Fachstelle Kirchenmusik anlässlich des Jubiläumsjahrs "750 Jahre gotischer Dom".

Im eigens für diesen Tag von der jugendlichen Chorsängerin Julia Kneip gedichtete und ihrer Chorleiterin Julia Glas vertonte Mottolied wurde die Begeisterung spürbar, mit der die jungen Sängerinnen und Sänger den Dom mit Klang erfüllten.

Sie alle hatten sich in ihren Chören bereits auf diesen besonderen Tag vorbereitet und ein vielfältiges Programm von Klassikern wie "Großer Gott wir loben dich" bis hin zu modernen Liedern wie "Dass wir lebendige Steine sind" einstudiert.

So füllte sich der Dom am 10. Oktober nach und nach mit allen Chören, die in Regensburg angekommen waren und sich bei der Anmeldung ihr Chorschild und Pueri-Cantores-Turnbeutel abgeholt hatten.

Eröffnet wurde der Tag mit einer gemeinsamen Probe. Die besondere Herausforderung mit knapp 1000 Stimmen, 5 Bläsern und dem Domorganisten im großen Dom zusammen zu musizieren, meisterten die jungen Sängerinnen und Sänger mit dem vierköpfigen Dirigententeam unter Gesamtleitung der von Julia Glas, der Vorsitzenden des Diözesanverbands, mit großer Begeisterung.

Nach der Probe verteilten sich die Teilnehmenden schnell im gesamten Dom. Denn jeder Chor hatte im Vorfeld eigene Sticker bekommen und im Chorheft wartete ein gedruckter Dom darauf, aus vielen verschiedenen Stickern wie Bausteine zusammengesetzt werden zu können. So wurde fleißig getauscht und es entstanden wunderbare Kontakte zwischen den Sängerinnen und Sängern der unterschiedlichen Chöre.

Nachmittags gab es ein reiches Angebot von Workshops, die in zwei Zeitschienen besucht werden konnten. Der Dom konnte in verschiedenen Themenführungen entdeckt werden. Im Afrikanisch Trommeln, Bodypercussion und Spaßigen Übungen für Kopf und Körper konnten neue musikalische Erfahrungen gesammelt werden. Im Workshop "Wir bauen eine Orgel" konnte das Instrument praktisch erkundet werden. In der Schreibwerkstatt - eine Idee, die Jugendliche Sängerinnen selbst eingebracht hatten - konnte man beim Umdichten von Liedtexten der Kreativität freien Lauf lassen. Bischof Rudolf führte persönlich durch die umfangreiche Krippensammlung und sogar eine Schiffsfahrt stand auf dem Programm. Ergänzt wurde das Workshopprogramm mit einer Vielzahl an freien Angeboten, Geocaching durch die Stadt und Spaß und Spiel durch das Jugendpastorale Zentrum.

Dort gab es auch eine besondere Ausstellung zu bestaunen. Zahlreiche Kinder und Jugendliche hatten sich im Vorfeld am Malwettbewerb für das Titelbild des Chortags beteiligt. Das Gewinnerbild von Helena G. schmückte Plakate, Chorhefte und Beachflags. Die vielfältigen bunten Dombilder konnten in der Ausstellung bestaunt werden.

Damit auch die Besucher der Stadt, ob beim Einkaufsbummel oder Herbstmarkt, einen Eindruck vom Chortag bekommen konnten, hatten sich alle Chöre zu einem gemeinsamen Flashmob auf dem Neupfarrplatz verabredet. So schickten die Sängerinnen und Sänger im Friedenskanon "Friede und Shalom" einen besonderen musikalischen Gruß in die Stadt.

Nach dem Workshop näherte sich der Tag dem großen Höhepunkt: dem Abschlussgottesdienst mit Bischof Rudolf im Dom.

Nachdem alle ihre Plätze wiedergefunden hatten und sich musikalisch einstimmen konnten, begann der Gottesdienst, der live bei EWTN übertragen wurde. Ein wichtiger Gast durfte nicht fehlen: Da auch der deutsche Verband Pueri Cantores das 75. Jubiläumsjahr feiert, wurde das Maskottchen "Betty" als kuscheliger Botschafter nach Regensburg geschickt.

Betty wurde sofort liebgewonnen und wanderte den gesamten Chortag durch die Teilnehmerchöre und hatte im Gottesdienst einen Ehrenplatz.

In einem großen Einzug trug je eine Sängerin oder ein Sänger ein Schild mit dem jeweiligen Chornamen herein.

Diese waren in der Lernwerkstatt der katholischen Jugendfürsorge eigens für diesen Tag liebevoll gestaltet worden. In der beeindruckenden Prozession wurde deutlich, wie viele Chöre aus allen Ecken des Bistums angereist waren.

Auch Dompropst Dr. Franz Frühmorgen, Domkapitular Martin Priller, Jugendpfarrer Matthias Strätz sowie Domvikar Hoffmann als geistlicher Beirat des Diözesanverbands Pueri Cantores und Dr. Marius Linnenborn als geistlicher Beirat des deutschen Pueri Cantores Verbandes waren der Einladung zum Chortag gefolgt und feierten gemeinsam mit Bischof Rudolf den großen Abschlussgottesdienst.

Im Pontifikalamt folgte ein festlicher Höhepunkt auf den anderen: Auch der Dom erlebt in seinen 750 Jahren selten einen so großen Chor der mit Domorganist Franz Josef Stoiber und dem Bläserensemble Brassmania den ganzen Raum mit Klang füllte.

Bischof Rudolf zeigte sich sichtlich beeindruckt und berührt von den Jugendlichen Stimmen und stellte fest, dass die Kirchenmusik im Bistum Regensburg für die nächsten Jahrzehnte gesichert sei.

Mit vielen unvergessenen Eindrücken machten sich die Chöre nach dem erfüllenden Chortag wieder auf den Heimweg. Sicher wird in den Chören, den Gemeinden und dem Dom dieser Tag noch lange nachklingen!
von Elena Szuczies

(Fotos folgen)